Stromausfall

Am 6.7.2017 11.30 Uhr – ich sitze gerade auf dem Zahnarztstuhl, meine Freundin Regina kärchert  meine Zähne, auf einmal – piff – paff – puff – nichts geht mehr, der Strom ist weg. Ich fahre heim und stelle fest, kein Strom, kein Telefon (okay geht ja übers Netzwerk) und kein D1-Mobilfunknetz. Über mir kreisen drei Militärhubschrauber. Ich versuche zu arbeiten und packe meine Lieferung aus, ich kann keinen  Wareneingang buchen, keine Rechnung schreiben, keine Zahlungsdaten an die Bank schicken. Ich überlege, ob ich einen Überweisungsträger bei der Bank einwerfen soll. Doch wozu: die Bank kann ohne Strom keine Überweisung für mich durchführen. Der Ausfall sämtlicher Netze macht mich nervös, was ist eigentlich los? Wer ist überhaupt davon betroffen? Auch Städte mit wichtiger Infrastruktur? Verschwörungstheorien kreisen in meinem Kopf: Nordkorea, Trump im Hamburg auf dem G20-Gipfel. Wenn es eine sonstige Katastrophe ist? Katwarn geht ja auch nicht. Ob unsere alten Sirenen noch in Betrieb sind?

Ach und ich schreibe diesen Blog mit Bleistift auf ein Blatt Papier und ohne Kaffee.

Um 12.40 Uhr ist die Welt in Weidenthal wieder in Ordnung, der Strom ist wieder da. Ich prüfe alle wichtigen Geräte: Kaffeemaschine funktioniert, Server? Er hat seine IP-Adresse verloren, komisch, nach einer Stunde Fehlersuche ist sie wieder da und ich gehe kurz ins Schwimmbad, keiner hier weiß, warum der Strom weg war.

Ich werde mir eine USV bestellen:

Dann kann sich  auch ein Gewitter über Weidenthal entladen.

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